Meine Anmerkungen habe ich wie hier gekennzeichnet
(Darstellung vom Browser abhängig).
April und Jim sind 13, Barron ist erst 10. Man soll sich nicht durch ihr Alter täuschen lassen. Sie sind harte Kung-Fu Experten. .... April kam aus Gesundheitsgründen zum Kung-Fu.... Alle drei Kung-Fu-Kinder wurden vor kurzem bei einem Wettkampf im Fernsehen gezeigt. Jim wurde nur knapp bei einem Kampf mit Waffen geschlagen. Sein Gegner war Barrons Vater. Wenn man bedenkt, daß der Gegner 20 Jahre älter war, ist das Ergebnis nicht schlecht. ... Manchmal treten sie auch bei offenen Wettbewerben auf, bei denen es keine Altersgrenze gibt. Es ist keineswegs ungewöhnlich, daß ein erwachsener schwarzer Gürtel von ihnen fachgerecht auf die Matte gelegt wird. ... Barron möchte gerne Filmstar werden. ...
Nach aller Erfahrung kann man solche Größenunterschiede nicht durch Technik ausgleichen. Das zeigt schon ein Blick auf die üblichen Wettkämpfe, in denen mit sehr kleinen Gewichtsunterschieden eigene Klassen definiert werden. Schon Vergleichskämpfe zwischen Männern und Frauen würden kaum zu Gunsten der Frauen ausgehen, da bei gleicher Technik die größere Kraft und die Körpermasse so gravierende Vorteile bringt.
Der Ire James Shortt ist ein erstaunlicher junger Mann. Er beherrscht 14 Kampfsportarten, in 5 davon hat er es sogar zur Meisterschaft gebracht. ... So ganz nebenbei ist er auch noch Kapitän der irischen Jiu-Jitsu Nationalmannschaft, Sekretär des britischen Karate Verbandes und Archivar des internationalen Jiu-Jitsu Verbandes. Das alles erledigte James in seiner Freizeit. Hauptberuflich ist er nämlich - Kapuzinermönch. ...
In einer späteren Ausgabe erscheint dann noch folgender Bericht (Der Name Short wurde dann noch shorter und um ein t gekürzt):
James Short, unser kämpfender Mönch, ist einer jener rasenden Reporter, die überall zu finden sind. Kürzlich war er zu Gast bei einem kirchlichen Fest, dessen friedlicher Verlauf allerdings empfindlich gestört zu werden drohte.
Mitten unter den Lutschbonbons, dem Eis den Kindern und fröhlichen Leuten lungerten junge Männer herum, die offensichtlich etwas gegen diesen friedlichen Nachmittag hatten. Bald flogen Flaschen durch die Luft, kreischten Babys und schrien ängstliche Mütter. Es gab auch ernstliche Verletzungen, bei denen Blut floß.
James mußte in dieser Situation zweierlei berücksichtigen. Einmal war dieses schändliche Treiben zu unterbinden, zum anderen aber wirkte seine Gegenwehr auf die Unruhestifter wie Benzin, das ins Feuer gegossen wird. Sie stürzten sich alle auf ihn.
Gerade zur rechten Zeit kam die Polizei und zwang sie, von James abzulassen. Immerhin, sie hatten mit ihm kein leichtes Spiel, das ohnehin kurze Zeit später im Polizeipräsidium sein Ende fand. Bedauerlich für die Jungs, aber durchaus gerechtfertigt. James dagegen erntete für sein Eingreifen großes Lob. Er hat sich in dieser mißlichen Situation wirklich wacker geschlagen.
New York. Chuck Norris, der siebenfache Karate-Weltmeister und Partner von Bruce Lee ... hat ein paar prominente Karate-Schüler bekommen. Alan, Melvin, Donny, Jimmy, Meril und Jay in der Welt der Pop-Musik kurz als die Osmonds genannt, werden von ihm trainiert. Chuck ist der Meister im Tang Soo Do, dem koreanischen Karate-Stil... Schon nach 15 Trainingsabenden hatten die Osmonds den blauen Gürtel (achter Kup) erreicht. Er sagte, die Osmonds waren so gut, daß sie auf dem Weg zum blauen Gürtel 2 Zwischenstufen überspringen durften. ...
Auch für angehende Stars gilt: Wenn man berühmt werden will, sollte man die Reputation bekannterer Zeitgenossen ausnutzen. So ist es dann auch einfach, wenn beide Seiten in gutem Licht erscheinen: Der Lehrer ist so gut, dass man wirklich schnell Fortschritte bei ihm machen kann und die Schüler sind wirklich talentiert. Aber: Eine solide Ausbildung nach nur 15 Trainingsabenden ist nach aller Erfahrung ein wenig dünn, oder sollte es wirklich Talente geben, die nach so kurzer Zeit mehrere Formen und die Grundlagen der Techniken erlernt haben?
Letzten Monat im DRACHEN forderte der berühmte Kämpfer und Filmstar Ron Van Clief den Filmstar Jim Kelly zu einem Karatekampf auf. Zweck ... eine aufregende Kampfveranstaltung auf die Beine zu stellen anstatt des langweiligen Zeugs, das wir immer wieder im Fernsehen zu sehen bekommen. ...Jim Kelly wohnt mitten im Hollywood-Glanz. Seine Rolle in Enter the Dragon hat ihn mit Bruce Lee in Kontakt gebracht und aus ihm einen Karate-Superstar gemacht. ... DRACHEN fragte Mr. Kelly über die Herausforderung von Ron Van Clief, und Kelly antwortete: Wenn das Geld stimmt, kämpfe ich mit ihm. Nun, wir wissen nicht was er mit stimmt meint. Ein Kampf zwischen beiden scheint wohl nicht in absehbarer Kürze stattzufinden und Meister Van Clief meinte, er hätte eine ganze Liste von Gegnern, mit denen er es mal gerne aufnehmen möchte. ...
Am Samstagabend, 31. Juli 1976, kam die Neuigkeit aus dem Äther. Allen NDR-Hörern (Norddeutscher Rundfunk) die ihre Geräte auf das dritte Programm eingestellt hatten wurde eine kundige Belehrung in Sachen Judo zuteil: Judo ist nicht mehr, als ein herumzerren an Schlafanzügen. ....
Die öffentlich-rechtliche Wahrheit ist auch heute oftmals nicht besser recherchiert, als die Elaborate der (damals noch nicht existenten) Privatsender.
Die Technik des Handflächenschlags hat mir Meister Leong Ling Fu beigebracht. Ich glaube, ich kann ohne Übertreibung sagen, daß ich die einzige Person in England bin, die diese Technik beherrscht.
Bis jetzt habe ich das Geheimnis dieser Technik noch niemandem mitgeteilt. Jetzt im DRACHEN will ich mein Schweigen für die Leser brechen. Der Handflächenschlag ist nicht mit anderen ähnlichen Techniken zu verwechseln. ... Das Erlernen ist nicht nur eine Sache der Technik, sondern auch eine Frage des Gefühls und wer das richtige Gefühl entwickelt, kann eine Wirkung erzielen, die dem One-Inch-Punch von Bruce Lee vergleichbar ist. ...
... Technikerklärungen ...
Eine wichtige Sache dieses Schlages habe ich noch nicht erwähnt: Die Kraft Chi muß eingesetzt werden. Meister Fu brachte mir bei, daß ich bei dem Schlag meine ganze Geisteskraft durch meine Handfläche auf meinen Gegner ansetzen muß. Dieser Vorgang ist wie wenn ich meine ganze Körperflüssigkeit unter Druck aus meiner Handfläche spritzen könnte.
Das ist wieder ein Fall, den man in den Kampfsportarten so unangenehm häufig trifft: Pure Wichtigtuerei. Das Rezept dazu: Man nehme einen Meister, der unbekannt oder viel zu früh verstarb, gebe ein Geheimnis dazu und mache ein paar mystische Erklärungen. Das funktioniert im Kampfsport genauso, wie in der Astrologie, Börsenvorhersage, und, und, und, ...
Hierbei handelt es sich um das, was heute als Technikserie bezeichnet wird.
Wir setzen unsere Serie über die Verteidigung gegen Angriffe, die im wirklichen Leben vorkommen können, fort.
In unserem Fall ist der Angegriffene zum Nachsehen des Angreifers der sechste Dan, Professor Bob Clark. Der Überfallene ist sein Freund, John Steadman, ein dritter Dan, den wir aus den anderen Serien ja schon kennen. ... John Steadman und Professor Clark sind in Liverpool so bekannt, daß es wohl kaum einer wagen würde, sie auf offener Straße anzugreifen. ...