Märchen über Kampfsport

Es gibt viele Geschichten über Kampfsport. Einige habe ich bereits aus dem Drachen-Magazin zitiert.

Das folgende Statement stammt von Huang C. Aguilar (‘der westliche Shaolin-Mönch’) der unter der Überschrift ‘Chinesische Märchen’ eine interessante Erklärung für die folgenden Beispiele von Humbug und Betrug in Kampfsport und Kampfkunst liefert:

Quelle: Kampfkunst International 7/99, Artikel ‘Shaolin Tai Chi’

Zur Zeit verlassen viele Chinesen ihr Heimatland, entweder aus politischen oder aus ökonomischen Gründen - oder wegen beidem. Sie versuchen im Westen ihr Glück und sind sich sehr wohl der Anziehungskraft bewußt, den die asiatische Kultur auf den Westen ausübt, und so versuchen sie, ohne auch nur das geringste darüber zu wissen, das ganze Spektrum ihrer Heimat, Tai Chi, Kung Fu, Akupunktur etc. an den Mann zu bringen. Der wissensdurstige Westler läßt sich nur allzuoft blenden und tappt in die Falle. ...

Man muß sich auch folgendes vor Augen halten: Ein beachtlicher Teil der chinesischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu schulischen Einrichtungen und ein Kampfkunst-Meister wird dort fast wie ein König behandelt. Glauben Sie denn im Ernst, daß jemand so dumm sein kann, einen Ort zu verlassen, wo er die Annehmlichkeiten des Lebens und ein enormes soziales Prestige genießt, um als Koch in einem chinesischen Restaurant oder als Textilarbeiter mit einem lächerlichen Gehalt zu enden? In China glauben die Verantwortlichen immer noch, daß sie die europäische Jugend für dumm verkaufen können, und daß sie auf Knien kommen, wenn ihnen ein chinesischer ‘Meister’ vorgesetzt wird.

Interview mit einem ehemaligen Schlagerstar, dessen Geschäft nicht mehr so läuft ...

Quelle: ‘Von Nirgendwo ins Nirvana’ Interview mit dem Schlagerstar Christian Anders alias Lanoo, Stern 23/97

Anders: Nun, es könnte rechtliche Schwierigkeiten geben. Was würde zum Beispiel passieren, wenn Maria Shriver etwas Unangenehmes über ihren Mann Arnold Schwarzenegger liest?
Stern: Haben Sie keine Angst, Arnold könnten Ihnen einen Satz heiße Ohren verpassen?
Anders: Nein, ich bin Karatekämpfer. Und ich behaupte, daß es immer noch keinen Menschen auf der Welt gibt, der meinen Schlag abblocken kann.

Anders trat übrigens später noch einmal in der WDR-Sendung 'Zimmer frei' auf, konnte dort aber vor laufender Kamera seine Meisterschaft im Karate nicht wirklich überzeugend belegen. Schade.

Der Autor Li Hongzhi, von dem der folgende Artikel stammt, hat eine Mission: "... Ich trete in der Öffentlichkeit auf, mit der Zielsetzung, diejenigen, die seit Jahren das Qigong treiben, aber ihre Kultivationsenergie nicht entwickeln können, auf eine höhere Stufe zu bringen, damit sie so schnell wie möglich zur Erleuchtung und Weisheit kommen und in der Gesamtheit eine hohe Stufe erreichen. Zugleich möchte ich die schlechten Phänomene, die jetzt im Kreis der Qigongtreiber anzutreffen sind, und die schlechten Elemente, die aus anderen Welträumen herkommen, zu beseitigen helfen, damit sich der echte Kultivationsweg verbreitet und die Sache des Qigong auf eine richtige und gesunde Bahn gebracht wird. ..."

Für diese aufopferungsvolle Arbeit ist dem Autor unser Dank gewiß!

Quelle: http://falundafa.de/falun_gong/flg.htm

(2) Das Wushu-Qigong

Das Wushu-Qigong ist im Laufe langer geschichtlicher Zeit entstanden. Es hat sein vollständiges theoretisches System und seinen Kultivationsweg, die ein unabhängiges System bilden. Streng genommen, ist es eine Manifestation der Kultivationsfunktionen, die man auf der niedrigsten Ebene der inneren Kultivation erreicht hat. Die Kultivationsfunktionen, die beim Wushu-Üben zu erreichen sind, kann man alle bei der inneren Kultivation erwerben. Die Kultivation fängt auch beim Wuschu-Qigong mit dem Üben des Qi an. Beim Spalten eines Steins mit der Hand zum Beispiel muß man anfangs das innere Qi beim Schwenken des Arms entwickeln. Mit der Zeit wird das Qi eine qualitative Änderung erfahren, wobei es zu einer Energiemasse wird, die wie Licht aussieht. Wenn ein solches Niveau erreicht ist, kann das Gong schon funktionieren. Weil das Gong eine Substanz von hoher Energie mit Intelligenz ist, existiert es in einem anderen Weltraum und kann von den Gedanken kontrolliert werden.
Beim Kämpfen braucht man das Qi nicht zu entwickeln. Wenn man nur an den Kampf denkt, kommt das Gong automatisch. Je länger man sich kultiviert, desto stärker wird das Gong, desto feiner werden die Körnchen der Kultivationsenergie und desto größer auch ihre Menge. Man wird dann mit den Kampffähigkeiten wie "Handfläche aus Eisensand" und "Handfläche aus Zinnober" versehen. Im Fernsehen ist zu sehen und in den Zeitschriften zu lesen, daß in den letzten Jahren auch solche Kampffähigkeiten wie "Deckung der goldenen Glocke" und "Hemd aus eisernem Stoff" entstanden sind. Diese erreicht man durch die Kombination von Wushu mit der inneren Kultivation und durch die Verbindung der inneren und der äußeren Kultivation. Bei der inneren Kultivation muß man großen Wert auf die Erhaltung der Tugend und die Kultivation der Xinxing legen. Wenn das Gong, theoretisch gesehen, ein gewisses Niveau erreicht hat, wird die Kultivationsenergie aus dem Körper nach außen freigelassen. Weil sie von großer Dichte ist, entsteht dabei eine Schutzkappe. Der theoretisch größte Unterschied zwischen dem Wushu-Qigong und der inneren Kultivation ist, daß man sich beim Wushu-Qigong durch starke Bewegungen ohne die Meditation in aller Ruhe kultiviert. Dabei bewegt sich das Qi des Praktizierenden in den Muskeln unterhalb der Haut und tritt nicht in Dantian (Unterleibsgegend) ein. Deshalb kultiviert der Praktizierende dabei nicht sein Leben und ist auch nicht in der Lage, es zu kultivieren.

In einem Artikel über das Erreichen der Unverwundbarkeit wurde ein namentlich nicht genannter T’ai-Chi-Lehrer mit folgender ‘Erklärung’ zitiert:

Quelle: P. Markus, ‘Das Panzerhemd’, Beitrag im Kampfsport-Magazin ‘Budo’, Ausgabe 4/93, Satori Verlag Kempen

Wenn das Chi ein gewisses Stadium der Dichte im Tan Tien (imaginärer Punkt unterhalb des Bauchnabels, Anm. des Verfassers) erreicht hat, beginnt es überzufließen. Dieses überfließende Chi ist physiologisch allgemein bekannt in China als Hsueh Chi, wörtlich das ‘Chi des Blutes’. Indem dieses ‘Chi des Blutes’ im Tan Tien überfließt, unter dem gemeinsamen Einfluß von Bewußtsein und Chi selber, verdichtet es sich und produziert Hitze rund um den unteren Teil der Wirbelsäule. Die Folge ist, daß noch mehr Chi erzeugt wird. Wenn dieses Stadium erreicht ist kann dieses ‘Chi des Blutes’ dazu gelenkt werden, das ‘Tsing Chi’ in Bewegung zu bringen (was die Essenz des Lebens bedeutet), indem es die weicheren Sehnen und Bänder etc. dazu bringt, die Hitze durch die Knochenwände in die Knochen zu leiten. Auf diese Weise werden die unteren Wirbel ‘aufgeheizt’, das Flüssige in ihnen fängt an zu ‘schwitzen’, so wie die Wand eines Reagenzglases, das mit warmer Luft gefüllt ist, bei Abkühlung schwitzt. Beim Kühlen gerinnt der ‘Schweiß’ zu Mark, das sich eng an die inneren Poren der Knochen anschmiegt. Mit der Zeit werden die Knochen mit dieser Art Mark gefüllt, die durch wiederholtes Aufheizen und Abkühlen hart werden: hart, zäh und unzerstörbar (wie elastischer Stahl). Wenn das Chi in die Knochen eingetreten ist und sie fest und unzerstörbar gemacht hat, hat der Übende den höchsten Stand erreicht, wo ‘Form’ und ‘Funktion’ von T’ai Chi nicht länger getrennt werden können, sie haben Einheit erlangt. (Nämlich die Einheit des T’ai Chi, das heißt des höchsten ungeteilten Absoluten, wovon der Name T’ai Chi Chuan stammt). Die Knochen sind nun unzerstörbar, zäh und elastisch, nicht brüchig oder schwach ­ aber seltsamerweise biegsam wie die eines Kindes.

Der Schreiber eines Leserbriefes berichtet von einer anderen Chi-Erscheinung:

Quelle: Leserbrief an die Redaktion der WT-Welt Nr. 9

... Ich hatte einmal die seltene Ehre, mit einem Sensei (Meister-Lehrer. Die Redaktion) in Aikido (1. Dan) einen Abend zu verbringen. Während wir in einem Café saßen und uns unterhielten, wurde er immer wieder von drei Betrunkenen angepöbelt und beschimpft. Um einer Streiterei aus dem Wege zu gehen, schlug ich vor, das Lokal zu wechseln. Als wir jedoch hinausgehen wollten, versperrten uns die drei den Weg. Und bevor ich noch wußte, warum und wieso, kam schon einer dieser Typen auf uns zu und blieb plötzlich ohne offensichtlichen Grund stehen. Dann schimpfte er noch ein paar Mal und zog plötzlich mit seinen Kumpanen ab. Der Grund war klar: Der Japaner hatte sein Ki fließen lassen (so märchenhaft das für Sie klingen mag) und so die Rowdies zum Rückzug bewegt.

Die Erfinder von Verschwörungs- und Mordtheorien nehmen sich gerne dem frühen Tod von Bruce Lees an:

Quelle: K.-B. Bockstahler, H. Velte: ‘Neues Bruce Lee Lexikon’, Stichwort ‘Ninja’

Ninja: Japanische Sekte der Unsichtbaren, der heute die Mitglieder der alten ‘Gesellschaft der Morde’ angehören. Nach Bruce Lee’s Tod nahmen einige Leute an, der ‘Kleine Drache’ sei das Opfer des Zornes eines Ninja geworden. Angeblich sollte ein Kämpfer, Mitglied der Sekte, den die Lebensweise oder das absolute Eintreten für das Jeet-Kune-Do oder auch das Ausplaudern der Geheimnisse des Kung Fu schockiert hatte, versucht haben, Bruce Lee umzubringen. Zu diesem Zweck soll der Ninja einen Todesstoß ‘mit Verzögerung’ ausgeführt haben. Hierbei wandte er die Technik der ‘vibrierenden Handfläche’ an, bei der die innere Energie in Vibration umgesetzt wird. Der Ninja legt seine Handfläche auf sein Opfer und bestimmt damit, es zu einer bestimmten Stunde sterben zu lassen. Zwischen der Berührung und dem Tod können sowohl zwei Monate als auch zehn Jahre liegen!

Aus einem Prospekt eines Verbandes:

Quelle: ‘FASCINATION OF KIN-TAI-KO’, Verbandsbroschüre der ‘World Kun-Tai-KO Budo Associacion’

KUN-TAI-KO - sollte im Schulsport gelehrt werden. Alle Mädchen leben ständig in der Gefahr eines unsittlichen Antrags oder der darauf folgenden Handgreiflichkeit. Ein KUN-TAI-KO-Mädchen kann man nicht vergewaltigen! Verstand und Technik triumphieren über niedere Instinkte.

Von wegen ‘blutleere Vorführung’:

Quelle: Marc O. Sigle, 'Long Beach Internationals', Bericht in 'Kick' 9-10/96

... Als weiterer Höhepunkt war die Vorführung eines gewissen Sensei Carlson angekündigt. ... Graduierungen in 257 Stilrichtungen will er haben, die alle 43 Bereiche der Kampfkünste abdecken (was das auch immer sein mag). Normalerweise dauerten seine Demos immer 2½ Stunden, doch er wolle nur einen Ausschnitt zeigen, etwas, was sonst nur wenige Menschen außerhalb der Kampfkunstwelt zu sehen bekämen. Er legte dann eine Gurke auf die Brust eines Schülers und zerschnitt sie dann mit dem Schwert. Das gleiche hatte er auf dem Hals des Schülers vor, was allerdings schief ging. ...

Dr. Lee, Keun-Tae besitzt den 10. Dan Kung-Fu. Diese exquisite Mischung (Herr Lee ist Koreaner, 'Dan' ist japanisch und 'Kung-Fu' chinesisch) läßt ganz außerordentliche Angebote erwarten. Das folgende das folgende 'Intensiv-Umschulungsseminar zum Kung-Fu-Meister' dauert 16 Tage × 8 Std. und kostet -laut Angebot der Kung-Fu Akademie- nach heutigert Umrechnung etwa 2100 €.

Quelle: Auszug aus einer Anzeige der Sport-Akademie Dr. Lee, Hannover, in 'karate-budo-journal' 4/97.

Es versteht sich, daß Sie nach erfolgreicher Absolvierung des Seminars mit Ihrem derzeitigen Meistergrad in unser Kung-Fu-System übernommen werden. Gleichzeitig erhalten Sie die Trainerlizenz.